Tägliche Neuigkeiten, Albumankündigungen, Festivalmeldungen, Interviews, Releases und Entwicklungen aus Deutschland, Europa und der weltweiten Jazzszene.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.

Jürgen Schwab: „Von hier aus gesehen“ - Das Deutsche Jazzfestival Frankfurt 2026

2026 verantwortete Jürgen Schwab erstmals das Programm des Deutschen Jazzfestivals Frankfurt als künstlerischer Leiter. Im Gespräch mit Robert Fischer erzählt er, wie musikalische Entscheidungen entstehen, warum Dramaturgie ebenso wichtig ist wie Qualität, welche Rolle junge Künstler spielen – und weshalb der Europa-Fokus „Von hier aus gesehen“ für ihn auch eine gesellschaftliche Aussage trägt.

Meshell Ndegeocello über „Synonym“ und die Kunst des Arrangierens

Für Meshell Ndegeocello sind Arrangeure die „Unsung Heroes“ der Musik. Auf ihrem neuen Album „Synonym“ nimmt sie bekannte Duette aus mehreren Jahrzehnten Popgeschichte auseinander und setzt sie vollkommen neu zusammen. Im Interview mit Angela Ballhorn spricht sie über Anohni, Cynthia Erivo, Madison Cunningham, Bob Dylan, musikalische Freiheit – und darüber, warum sie heute lieber Teil einer Band als klassische Frontfrau ist.

Shane Cooper: „Unterschiedliche musikalische Sprachen können miteinander tanzen“

Seit 13 Jahren entwickelt Skyjack eine gemeinsame musikalische Sprache aus unterschiedlichen Erfahrungen, Traditionen und individuellen Stimmen. Shane Cooper spricht über das neue Album „Let The Sky Open Under Your Feet“, südafrikanische Jazzgeschichte, panafrikanische Einflüsse, Zim Ngqawanas Vermächtnis und die Idee von Gemeinschaft als produktivem Miteinander.

Punkt Festival 2026 – Die Kunst des Live-Remix

Ein Konzert endet – und beginnt unmittelbar danach noch einmal neu. Beim Punkt Festival in Kristiansand wird Musik live zerlegt, erinnert, elektronisch verändert und improvisierend weitergedacht. Henning Bolte berichtet von einem einzigartigen musikalischen Labor mit Arild Andersen, Jan Bang, Bugge Wesseltoft, Nils Petter Molvær, Tania Giannouli und einer neuen Generation von Live-Remixern.

Jazzfotografie von Ssirus W. Pakzad - ein staunenswertes Lebenswerk

Seit Jahrzehnten fotografiert Ssirus W. Pakzad Jazzmusiker aus nächster Nähe – auf der Bühne, beim Soundcheck und abseits der öffentlichen Inszenierung. Die Münchner Unterfahrt zeigt nun eine Auswahl seines fotografischen Lebenswerks: von Ornette Coleman und Roy Hargrove bis Melissa Aldana und Patricia Brennan. Robert Fischer stellt die Ausstellung „Face to Face – Soul to Soul“ vor.

Odd Wisdom – Diego Piñera zwischen Risiko, Odd Meter und Magie

Ein verstecktes Studio im Berliner Wedding, eine hochkarätige Band und ein Live-Recording voller Risiko: Angela Ballhorn war dabei, als Diego Piñera mit Peter Ehwald, Igor Osypov und Marcel Krömker sein neues Album „Odd Wisdom“ aufnahm. Zwischen Odd Meters, griechischen Einflüssen, Beach-Boys-Vibes und einer wilden McCoy-Tyner-Bearbeitung wurde der Abend tatsächlich „absolutely magical“.

NODE – Das Jazzfest: Aufbruchsstimmung in Schwerin

Ein neues Festival, ein neues Jazzkollektiv und viel Aufbruchsstimmung: Mit NODE – Das Jazzfest will die Szene in Mecklenburg-Vorpommern sichtbarer werden und sich stärker vernetzen. Sarah Seidel berichtet aus Schwerin über zwei Tage zwischen Nachwuchs, Improvisation, Tanz und zeitgenössischem Jazz – mit Wanja Slavin, Lisa Wulff, Ruth Goller, Jakob Bro und vielen anderen.

Jazz Life Podcast Folge 20

Mit 55 Jahren begann Nikolaus Gelpke Saxophon zu spielen – wenige Jahre später erschien sein erstes eigenes Album „Ålesund 63“. Im Jazz Life Podcast sprechen Anja Mohr und Lorenz Hargassner mit dem mare-Gründer über Mut, Üben, Improvisation und eine spannende Erkenntnis: Vielleicht können gerade unsere vermeintlichen Schwächen Teil einer eigenen musikalischen Stimme werden.

Nikolaus Dolp: „Man muss die Tür für Unvorhergesehenes offen lassen“

Nach rund 20 Produktionen und Jahren mit Shake Stew tritt Nikolaus Dolp erstmals mit einem Album unter eigenem Namen als Bandleader hervor. Im Interview spricht er über „Dread, Delight and Yowzah“, musikalischen Eklektizismus, Zukunftsängste und Gegenwartslust – und über den besonderen „Full Circle“-Moment, Jazz-Rock-Legende Billy Cobham für seine eigene Musik gewinnen zu können.