Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Auf „Closer“ verzichtet Mia Knop Jacobsen bewusst auf große Produktion und stellt ihre Stimme ins Zentrum. Im Interview spricht sie über Verlust, Verletzlichkeit, zwei Gitarren als musikalisches Gegenüber und darüber, warum sie heute nichts mehr beweisen möchte – sondern den Songs genau den Raum gibt, den sie brauchen.
Portugal im Fokus, Litauen im Zentrum und ein Festival, das seit 39 Jahren neugierig bleibt: Christoph Giese berichtet vom Vilnius Jazz Festival 2026 mit Hugo Carvalhais, Garfo, Liudas Mockūnas, Rob Mazurek, Andreas Røysum und einem spirituellen Abschluss mit Nduduzo Makhathini.
Seit 45 Jahren gehört das New Morning zu den legendären Musikadressen von Paris. Izabela Olejniczak spricht mit Catherine Farhi, Christine Badier und Marie-Claude Nouy über Freundschaft, schlaflose Nächte, musikalische Offenheit und die Frage, warum dieser Club bis heute seinen besonderen Geist bewahrt hat.
Jazz & The City verwandelte Salzburg erneut in eine große musikalische Bühne. Zwischen Altstadt, Konzertsälen und spontanen Begegnungen überzeugte das Festival mit stilistischer Offenheit und zahlreichen Entdeckungen.
2026 verantwortete Jürgen Schwab erstmals das Programm des Deutschen Jazzfestivals Frankfurt als künstlerischer Leiter. Im Gespräch mit Robert Fischer erzählt er, wie musikalische Entscheidungen entstehen, warum Dramaturgie ebenso wichtig ist wie Qualität, welche Rolle junge Künstler spielen – und weshalb der Europa-Fokus „Von hier aus gesehen“ für ihn auch eine gesellschaftliche Aussage trägt.
Bei den Punkt Seminars 2026 wird Klang nicht nur gespielt, sondern untersucht, verschoben und in neue Zusammenhänge gestellt. Henning Bolte berichtet aus Kristiansand über Miki Yui, Yara Asmar, Lina Lapelytė, Ecka Mordecai und Mike Cooper – und über künstlerische Arbeiten, die Wahrnehmung, Raum und musikalische Gewohnheiten neu ordnen.
Für Meshell Ndegeocello sind Arrangeure die „Unsung Heroes“ der Musik. Auf ihrem neuen Album „Synonym“ nimmt sie bekannte Duette aus mehreren Jahrzehnten Popgeschichte auseinander und setzt sie vollkommen neu zusammen. Im Interview mit Angela Ballhorn spricht sie über Anohni, Cynthia Erivo, Madison Cunningham, Bob Dylan, musikalische Freiheit – und darüber, warum sie heute lieber Teil einer Band als klassische Frontfrau ist.
Seit 13 Jahren entwickelt Skyjack eine gemeinsame musikalische Sprache aus unterschiedlichen Erfahrungen, Traditionen und individuellen Stimmen. Shane Cooper spricht über das neue Album „Let The Sky Open Under Your Feet“, südafrikanische Jazzgeschichte, panafrikanische Einflüsse, Zim Ngqawanas Vermächtnis und die Idee von Gemeinschaft als produktivem Miteinander.
„Als Bandleader bin ich der Gastgeber einer Party und hoffe, dass alle eine gute Zeit haben.“ Peter Bernstein spricht mit Sarah Seidel in Hamburg über musikalische Freiheit, analogen Klang, seine Arbeit mit großen Namen des Jazz und darüber, was für ihn eine gute Band ausmacht.
Seit 1981 gehört das New Morning zu den legendären Musikclubs von Paris. Izabela Olejniczak trifft drei Frauen, die seine Geschichte geprägt haben, und erzählt von Madame Farhi, Art Blakey, Roy Hargrove, Prince und einem Ort, der bis heute von Vertrauen, Unabhängigkeit und Liebe zur Musik lebt.
Carl Orff, analoger Techno und mongolische Klangtradition: Bei den 17. Orff-Tagen bringt die Bayerische Philharmonie mit LBT und Enkhjargal Dandarvaanchig ungewöhnliche musikalische Welten zusammen – und am Ende sogar die Isarphilharmonie zum Tanzen. Robert Fischer berichtet aus München.
Vier Tage, zehn Orte und 13 Acts: Das New Colours Festival verwandelt Gelsenkirchen in eine musikalische Entdeckungsreise zwischen Zechen, Kirchen, Galerien und Industriekultur. Angela Ballhorn berichtet von Bison Rouge, Håkon Kornstad, Eivind Aarset, dem Tingvall Trio, Markus Stockhausen, Jazzanova und vielen besonderen Momenten.
„Baroque“ ist für Klara Cloud mehr als ein Album: Es ist eine persönliche Welt zwischen Opulenz, Vergänglichkeit, Mutterschaft und Wiedergeburt. Im Interview spricht sie über ihre musikalische Sprache, die enge Verbindung zu ihrer Band und den Wunsch, Musik zu schaffen, die auch in zwanzig Jahren noch zeitlos wirkt.
Ein Konzert endet – und beginnt unmittelbar danach noch einmal neu. Beim Punkt Festival in Kristiansand wird Musik live zerlegt, erinnert, elektronisch verändert und improvisierend weitergedacht. Henning Bolte berichtet von einem einzigartigen musikalischen Labor mit Arild Andersen, Jan Bang, Bugge Wesseltoft, Nils Petter Molvær, Tania Giannouli und einer neuen Generation von Live-Remixern.
Atem ist für Esther Kaiser mehr als ein körperlicher Vorgang: Er steht für Nähe, Leben, Verbundenheit und Freiheit. Im Interview spricht sie über ihr neues Album „Breathing“, die kammermusikalische Arbeit mit Alexander Wienand, Spoken Word, gesellschaftliche Themen und die Frage, warum Kunst Zeit, Geduld und einen langen Atem braucht.
Was braucht es, um sich als Künstler und als Mensch immer weiterzuentwickeln? Wayne Escoffery spricht mit Jazzabela über seine Kindheit, wichtige Mentoren, das Alleinsein und das Leben jenseits des Saxofons – persönlich, reflektiert und weit über musikalische Fragen hinaus.
Sechs Projekte an drei Abenden: Das rejazz-festival kehrt vom 19. bis 21. November 2026 in die Berliner Kunstfabrik Schlot zurück. Mit dabei sind Ariel Bart, Silke Eberhard, Kika Sprangers, Liz Kosack, Julie Campiche und Aki Takase.
Was unterscheidet menschliche Kunst von technischer Perfektion? In „Die Seele am Faden“ stellt Friedemann Vogel genau diese Frage – zwischen Kleists Marionettentheater, digitalem Avatar, Tanz und Live-Musik. Robert Fischer erlebt am Salzburger Landestheater eine eindrucksvolle Performance über Bewusstsein, KI und die Kraft der menschlichen Seele.
Seit Jahrzehnten fotografiert Ssirus W. Pakzad Jazzmusiker aus nächster Nähe – auf der Bühne, beim Soundcheck und abseits der öffentlichen Inszenierung. Die Münchner Unterfahrt zeigt nun eine Auswahl seines fotografischen Lebenswerks: von Ornette Coleman und Roy Hargrove bis Melissa Aldana und Patricia Brennan. Robert Fischer stellt die Ausstellung „Face to Face – Soul to Soul“ vor.
Drei Abende, zwei Pariser Spielorte und eine musikalische Reise von Iran über den Nahen Osten bis nach Afrika: Izabela Olejniczak berichtet vom SaazBuzz Festival 2026. Im Mittelpunkt stehen Herkunft, Improvisation und die Frage, wie Musik Identität neu denken und Menschen miteinander verbinden kann.
Was passiert, wenn Musik die vermeintliche Stabilität unserer Wirklichkeit infrage stellt? Valentin Schuster spricht über WOBBLE8, Quantenmechanik, polyrhythmische Strukturen und eine Klangsprache zwischen Jazz, Elektronik, Metal und Improvisation – bewusst schwer einzuordnen und gerade deshalb spannend.
Brasilianische Hitze mitten im Hamburger Herbst: MPB-Legende Djavan feiert sein 50-jähriges Bühnenjubiläum in der Elbphilharmonie. Christoph Giese erlebt einen Abend zwischen großen Balladen, ausgelassener Partystimmung und einem Publikum, das sein Idol von der ersten Minute an feiert.
Ein Kloster, ein Fahrradladen, Clubs und die Kölner Philharmonie: Die Cologne Jazzweek macht die Stadt selbst zum Teil ihres Programms. Fanny Opitz berichtet von einem Festival, das lokale Szene und internationale Perspektiven ebenso selbstverständlich verbindet wie ungewöhnliche Räume und neue musikalische Begegnungen.
Estland, Lettland und Litauen bilden die Partnerregion des weltgrößten Jazz-Treffens, vom 22. bis 24. April 2027 +++ Eine Jazz-Geschichte von 1918 bis heute +++ Am 30. September endet die Bewerbungsphase für die 39 Showcase-Konzerte der jazzahead!
Ein verstecktes Studio im Berliner Wedding, eine hochkarätige Band und ein Live-Recording voller Risiko: Angela Ballhorn war dabei, als Diego Piñera mit Peter Ehwald, Igor Osypov und Marcel Krömker sein neues Album „Odd Wisdom“ aufnahm. Zwischen Odd Meters, griechischen Einflüssen, Beach-Boys-Vibes und einer wilden McCoy-Tyner-Bearbeitung wurde der Abend tatsächlich „absolutely magical“.
Ein neues Festival, ein neues Jazzkollektiv und viel Aufbruchsstimmung: Mit NODE – Das Jazzfest will die Szene in Mecklenburg-Vorpommern sichtbarer werden und sich stärker vernetzen. Sarah Seidel berichtet aus Schwerin über zwei Tage zwischen Nachwuchs, Improvisation, Tanz und zeitgenössischem Jazz – mit Wanja Slavin, Lisa Wulff, Ruth Goller, Jakob Bro und vielen anderen.
Mit 55 Jahren begann Nikolaus Gelpke Saxophon zu spielen – wenige Jahre später erschien sein erstes eigenes Album „Ålesund 63“. Im Jazz Life Podcast sprechen Anja Mohr und Lorenz Hargassner mit dem mare-Gründer über Mut, Üben, Improvisation und eine spannende Erkenntnis: Vielleicht können gerade unsere vermeintlichen Schwächen Teil einer eigenen musikalischen Stimme werden.
Ein musikalischer Moment, der bleibt: Lukas Kranzelbinder spricht mit Robert Fischer über „The Big Shake“, den bewegenden musikalischen Zug durch Saalfelden und seine besondere Verbindung zum Jazzfestival Saalfelden
Wenn der Sommer in Paris langsam zu Ende geht, beginnt Jazz à la Villette. Zehn Tage lang verwandelt sich der Parc de la Villette in einen Treffpunkt für Jazz, Soul, Hip-Hop und musikalische Grenzgänge – offen, lebendig und voller Überraschungen. Ein Bericht von Izabela Olejniczak.
Eine Auswahl der heißesten neuen Musik, die in diesem Monat von den wichtigsten europäischen Jazzmagazinen und Websites veröffentlicht wurde.
Nach rund 20 Produktionen und Jahren mit Shake Stew tritt Nikolaus Dolp erstmals mit einem Album unter eigenem Namen als Bandleader hervor. Im Interview spricht er über „Dread, Delight and Yowzah“, musikalischen Eklektizismus, Zukunftsängste und Gegenwartslust – und über den besonderen „Full Circle“-Moment, Jazz-Rock-Legende Billy Cobham für seine eigene Musik gewinnen zu können.
Die Musik ist aufgenommen, die Band bereit – aber wie gelingt der Schritt zum ersten professionellen Album? Jazz thing Next Generation bietet jungen Jazzmusiker:innen seit vielen Jahren genau diese Möglichkeit. Jetzt werden neue Talente gesucht.